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Foto: bukhavets © stock.adobe.com
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Seetis kleine Gute-Nacht-Geschichte

Ein Wald voller Wunder

Es war ein sonniger Morgen, Seeti war gerade aufgewacht, als er jemanden von unten in sein Baumhaus rufen hörte: „Guten Morgen, Seeti!“ Es war seine Freundin Hella Hase. „Hast du Lust auf eine Tour durch den Wald?“, fragte sie. Seeti war wenig begeistert. „Guten Morgen, Hella!“, antwortete er, „etwas Langweiligeres hättest du dir wohl nicht ausdenken können, was? Im Wald bin ich doch jeden Tag, jeden einzelnen Baum kenne ich hier.“ Hella rümpfte ihre kleine Hasennase. „Doch nicht dieser hier. Ich habe einen anderen Wald entdeckt“, erzählte sie, „da gibt es ganz viel zu entdecken und da wird dir bestimmt nicht langweilig!“ Seeti war gespannt. Was konnte das für ein Wald sein, von dem Hella da sprach? Er hüpfte zu ihr herunter, drückte seine Freundin zur Begrüßung, und schon hoppelten die beiden gemeinsam los.

Nach Feldwegen, Wiesen und einem Strand kamen sie tatsächlich in einen anderen Wald. Oder war es ein Spielplatz? An einigen Stellen waren Geräte aufgebaut. Hella lief direkt auf eines zu. „Guck mal, Seeti, ein Klangbaum“, rief Hella. Sie zeigte auf einen Rahmen, in dem verschiedene Holzstücke hingen. „Nimm einen der Klangstäbe, dann können wir selbst Musik machen!“ Seeti lief zu ihr, nahm einen der Schlegel und schlug zaghaft auf eines der Holzstücke, dann auf ein anderes. Hella tat dasselbe. Ganz vorsichtig, ganz leise hörten sie eine Melodie, ihre ganz eigene Waldmusik. „Das ist ja schön“, sagte Seeti, „wo sind wir denn hier?“ Hella lächelte: „Wir sind im Kinderheilwald. Hier können Kinder ihre Sinne schulen und den Wald kennenlernen. Komm mit, es gibt noch mehr zu sehen“, sagte sie und zog ihn weiter.

An der nächsten Waldstation hingen bunte Ringe an Ketten in der Luft. Seeti hüpfte hoch und sprang von Ring zu Ring. „Hui, das wackelt ganz schön“, rief er zu Hella, die ihn vom Boden aus anfeuerte, „aber ich bin ja gut im Gleichgewicht halten!“ Hella lachte: „Für dich ist das so einfach, da oben rumzuspringen. Die Kinder müssen sich da teilweise ganz schön konzentrieren.“ Als die beiden weiterhüpften, kamen sie an ein großes rundes Netz, das zwischen zwei Pfählen hing. „Hüpf hier mal rein mit ganz viel Schwung“, rief Hella. Mit großem Anlauf sprang Seeti auf den Rand des Netzes, in dem Hella saß, und plötzlich fing es an zu schwingen. „Das ist ja eine Schaukel“, rief Seeti freudig. Die beiden schaukelten eine Weile hin und her. „Schau mal nach oben, hier kannst du deine ganzen Bäume mal von unten aus sehen“, flüsterte Hella. Seeti lächelte: „Was für ein wundervoller Wald“, rief er.

„Eins zeige ich dir noch, bevor es dunkel wird“, sagte Hella. Sie brachte ihn zu einem großen Stein. „Das ist der Streichelstein. Wenn du ihn streichelst, kannst du dir beim Waldgeist etwas wünschen.“ Ein Waldgeist – davon hatte Seeti noch gar nichts gehört. Aber er versuchte es trotzdem. Ganz sanft streichelte er über den Stein und gab seinen Wunsch ab. „Solche Wünsche soll man ja meist für sich behalten“, flüsterte er danach zu Hella, „aber dir verrate ich es. Ich fand den Tag hier so großartig. Ich habe mir einfach gewünscht, ganz bald wiederzukommen.“ Die beiden freuten sich, atmeten noch einmal die frische Waldluft ein und dann hüpften sie nach Hause, in ihren eigenen Wald.

Seeti

Das lustige Maskottchen des Kinderresorts ist ein Bibhörnchen, eine Mischung aus Biber und Eichhörnchen. In der Natur gibt es solche Nagetiere allerdings nicht.